LNT Modell

Aus Glossar Strahlenschutz
Version vom 14. Juni 2021, 13:07 Uhr von HamAG83 (Diskussion | Beiträge) (Vorschlag Daniel Wollschläger: "Ich hatte vor ein paar Wochen wie folgt kommentiert: Jetzige Formulierung lässt Fehlinterpretation zu, dass Risiko von 0,1 bis 2 Gy konstant ist.")
Sprachen: Deutsch English

Linear-No-Threshold Model. Modell der Dosis-Wirkungsbeziehung, das auf der Annahme beruht, dass sich der im Bereich von 0,1 bis 2 Gy lineare Verlauf der Dosis-Wirkungs-Beziehung für das Risiko einer Krebserkrankung und/oder vererbbaren Erkrankung in den Bereich von 0 bis 0,1 Gy linear ohne Schwelle extrapolieren lässt.

Aktuell verwendet in:
SSK 2018 - Grundlagen zur Begründung von Grenzwerten für beruflich strahlenexponierte Personen[1]
SSK 2017 - Radon-Dosiskoeffizienten[2]

Weitere Definitionen

In ICRP 103

Modell der Dosis-Wirkungs-Beziehung, das auf der Annahme beruht, dass im niedrigen Dosisbereich bei Strahlendosen größer als Null das Risiko zusätzlicher Krebsfälle und/oder vererbbarer Erkrankungen direkt proportional zur Dosis ansteigt.

ICRP 103 [3]

Im ICRP Glossary (Englisch)

Linear-non-threshold model

Referenzen

  1. ↑ Strahlenschutzkommission (SSK). Grundlagen zur Begründung von Grenzwerten für beruflich strahlenexponierte Personen. Empfehlung der Strahlenschutzkommission, verabschiedet im Umlaufverfahren am 07. September 2018. Bekanntmachung im BAnz AT 14.11.2019 B5
  2. ↑ Strahlenschutzkommission (SSK). Radon-Dosiskoeffizienten. Empfehlung der Strahlenschutzkommission, verabschiedet in der 290. Sitzung der SSK am 4./5. Dezember 2017. Bekanntmachung im BAnz AT 24.05.2018 B3
  3. ↑ Commission on Radiological Protection (ICRP). Die Empfehlungen der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP) von 2007 : ICRP-Veröffentlichung 103 - Deutsche Ausgabe verabschiedet im März 2007. Deutsche Ausgabe. BfS-SCHR-47/09, Salzgitter November 2009.